Schatten

Historie

Der Remmelshagen liegt in landschaftlich reizvoller Lage zwischen Neuenrade und Werdohl und befindet sich im Zentrum des Einzugsgebietes unserer Schule. Die inzwischen mehr als 250 Schülerinnen und Schüler kommen aus Altena, Balve, Hemer, Herscheid, Iserlohn, Lüdenscheid, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde, natürlich Neuenrade, Plettenberg, Sundern und Werdohl.

Unsere Schulchronik

Schon seit Mitte der 90er Jahre beschäftigte sich ein Kreis interessierter Werdohler Familien mit der Menschenkunde Rudolf Steiners und der darauf beruhenden Pädagogik - der Waldorf-Pädagogik. Dies waren die Familien Kordaß-Aysanoglu, Hardt, Jacoby, Kraus, Kreikebaum, und Wennehorst-Grefe. Zunächst war die Errichtung eines Waldorf-Kindergärten geplant, später erst würde eine Waldorfschule folgen.

Gemeinsam mit den dazugekommenen drängenden Eltern Kayser aus Neuenrade, Keseberg aus Plettenberg, Kramarek aus Iserlohn und Losseff aus Lüdenscheid wurde im Sommer 1997 zunächst der Aufbau der Schule in Angriff genommen und schon zum Schuljahresbeginn 1997 / 98 realisiert.

Dies konnte nur geschehen, weil die erfahrene Waldorflehrerin Renate Neubert sich dieser großen Aufgabe stellte und weil die Stadt Werdohl ein Gebäude im Schulkomplex zur Verfügung stellte.

Am 30. August 1997 war es dann endlich soweit: Renate Neubert konnte mit ihren vier ABC-Schützen Christian, Karl, Max und Tatjana beginnen. Am Schulgebäude in der Brüderstraße wurde von den Kindern ein Bäumchen gepflanzt, das sich ebenso wie die Schule inzwischen prächtig entwickelt hat.

Im September 2000 erhielt die Freie Waldorfschule Werdohl von der zuständigen staatlichen Schulaufsichtsbehörde die Genehmigung, die Schule nunmehr auch in eigener Verantwortung zu betreiben. Seitdem gilt sie nicht mehr als Dependance zur Freien Schule Kierspe.

Von Anfang an war klar, dass die angemieteten Räumlichkeiten in Werdohl wegen des geplanten Umzuges der Realschule nur für einen befristeten Zeitraum von fünf Jahren zur Verfügung stehen würden.

Die Suche nach einer neuen Bleibe für die Schule begann. Das Angebot war nicht groß und die einzige Möglichkeit schien darin zu bestehen, eine alte Grundschule der Stadt Werdohl im Stadtteil Ütterlingsen zu übernehmen. Aus vielen Gründen waren die Eltern aber über diese Möglichkeit nicht sehr glücklich - auch wenn die Stadt Werdohl sich sehr darum bemühte, der Schule so weit wie irgend möglich entgegenzukommen. Dafür sei der Stadt Werdohl, insbesondere ihrem sehr engagierten damaligen Bürgermeister, Herrn Wolf, herzlich gedankt.

Erwähnt werden soll auch, dass sich 1998 ein Waldorf-Kindergarten unter der Leitung der Damen Bender und Kordaß-Aysanoglu etablierte Er erfreute sich in Werdohl großer Anerkennung. Im Rahmen der Standortverlagerung stellte er seinen Betrieb ein.

Im Mai 2001 erfuhren wir von der Familie Kayser und später auch aus der Zeitung, dass die Gebäude am Remmelshagen von der Stadt Neuenrade verkauft werden sollten. Das ehemalige Krupp Erholungsheim dort war vor 10 Jahren von der Stadt Neuenrade erworben worden und diente seitdem als Wohnheim für Asylbewerber. Nachdem deren Zahl stark rückläufig war, wurde es nun nicht mehr benötigt.

Die Verhandlungen mit den Vertretern der Stadt Neuenrade waren rasch erfolgreich und so beschloss die Schulversammlung, den Gebäudekomplex am Remmelshagen als neuen Schulstandort käuflich zu erwerben. Auch die Repräsentanten der Stadt Neuenrade erwiesen sich als die äußerst entgegenkommend, so dass wir uns bei Rat und Verwaltung der Stadt Neuenrade, insbesondere bei Herrn Bürgermeister Sasse und den Herren Klinke, Meltzer und Schumacher für die vielen konstruktiven Problemlösungen, die gefunden wurden, herzlichst bedanken. Wir hoffen zuversichtlich, dass sich diese Qualität der Zusammenarbeit auch in den nächsten Jahren erhält.

Schulentwicklung am Remmelshagen

Im Frühjahr 2002 erwarb der Förderverein der Waldorf-Dorfschule Lennetal e.V. das ehemalige Erholungsheim der Firma Krupp von der Stadt Neuenrade. Nach umfangreichen Planungen, Umbau- und Sanierungsmaßnahmen wurden zum Schuljahresbeginn 2002/2003 das Hauptgebäude (vorübergehend) mit Saal, Werkraum, Hausmeisterei und das Unterstufengebäude G1 bezogen. Die Verwendung von natürlichen Baustoffen und die harmonische Farbgestaltung vermitteln den Eindruck von Wärme und Behaglichkeit.

Des Weiteren wurden ein großzügiger Schulhof, Parkplätze und ein Wendeplatz angelegt. Im September 2002 wurde die Schule der Öffentlichkeit im Rahmen eines Einweihungsfestes vorgestellt. Im Herbst 2002 begannen die Planungen zur Errichtung eines Fachraumgebäudes. Das bestehende Gebäude G2 Krieg bereits im Sommer abgerissen worden. Im späten Frühjahr 2003 wurde mit der Neubaumaßnahme begonnen. Der großzügige lichtdurchflutete Neubau wurde zu Jahresbeginn 2004 bezogen. Auf einer Nutzfläche von ca.. 900 qm beherbergt der Schulneubau einen modernen naturwissenschaftlichen Fachbereich, einen Kunstraum, einen Musikraum, das Lehrerzimmer sowie die Klassen 5 und 6.

Da vielfach von den Eltern der Klassen 1-4 der Wunsch nach einer Ganztagsbetreuung geäußert wurde, begannen die Planungen zum Aufbau einer Ganztagsschule im Primarbereich. Nachdem von der Bezirksregierung Arnsberg die Zuwendung für Investitionen und in Offenen Ganztagsschulen im Primarbereich Ausstattung zugesagt wurde, begann im Frühjahr 2006 die Baumaßnahme für einen ebenfalls lichtdurchfluteten Neubau mit einer Gesamtfläche von 190 qm. Das Gebäude der Offenen Ganztagsgrundschule besteht neben zwei Gruppenräumen aus einer Küche und einem Ruheraum.

Im Sommer 2008 wurde ein weiteres Gebäude (G3) bezugsfertig. Dort sind die Klassen 7-13, der Handarbeitsraum, der Informatikraum und die Verwaltung untergebracht.

Die Freie Waldorfschule Neuenrade verfügt über keine eigene Sporthalle. Genutzt werden die Sporthallen der Stadt Neuenrade und das Schwimmbad. Alle Sportstätten sind in wenigen Minuten mit eigens für die Freie Waldorfschule Neuenrade fahrenden Bussen des Öffentlichen Personennahverkehrs zu erreichen.

Der Remmelshagen liegt in landschaftlich reizvoller Lage zwischen Neuenrade und Werdohl und befindet sich im Zentrum des Einzugsgebietes unserer Schule. Die inzwischen rund 245 Schülerinnen und Schüler kommen aus Altena, Balve, Hemer, Iserlohn, Lüdenscheid, Menden, natürlich Neuenrade, Plettenberg, Sundern und Werdohl.

Die Gebäude hier in ihrer Aufteilung erinnern an das Bild eines Dorfes - wie geschaffen für unsere Waldorfschule -. Ganz umgeben von der Natur, erfüllen sich so die Voraussetzungen für den Wunsch, den schon die Gründungseltern in sich trugen:

„Schule als intakter Lebensraum.“
Wenn hier am idyllischen Platze im Walde in der Freien Waldorfschule Neuenrade
Waldorf – Pädagogik eingesetzt wird, mag der Eindruck entstehen, Waldorf –Pädagogik sei eine besondere Form von Pädagogik, die  nur in Wäldern gelegenen Dörfern angewandt wird… Falsch geraten!  Aber das ist Thema eines anderen Kapitels.