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Nachruf Renate Neubert

Letzte Woche hat uns leider eine traurige Nachricht erreicht:  Am Dienstag nach Pfingsten ist der irdische Lebensweg unserer Gründungslehrerin Renate Neubert an seinem Ende angekommen.


Die Freie Waldorfschule Neuenrade verdankt ihr viel. Mit Renate Neubert als erster Lehrerin mit zunächst vier Schüler*innen ging die Schule im Jahr 1997 an den Start. Ohne ihren Enthusiasmus, ihren aufopfernden Willen, ihr zeitliches Engagement und ihren starken Bezug zur Waldorfpädagogik, hätte das nicht gelingen können.
Ihr Lebensweg war eingerahmt von schweren Zeiten. Geboren wurde sie am 9.6.1945, einen Monat nach dem Ende des zweiten Weltkriegs im Osten von Deutschland. Kurz zuvor waren ihre vier Geschwister einem Luftangriff zum Opfer gefallen. Ihre Mutter flüchtete mit ihr nach Slowenien, wo sie vier Jahre lebten. Dann durften sie legal in den Westen einreisen.
Nach ihrer Schulzeit in Recklinghausen und Essen, machte sie eine Ausbildung zur Physiklaborantin. Ein eher ungewöhnlicher Beruf für eine Frau zu diesen Zeiten! Ermuntert durch ihren vier Jahre jüngeren Bruder ging sie einige Jahre später an die Ingenieurschule nach Iserlohn und studierte anschließend Physik in Bochum. Das Studium schloss sie erfolgreich mit einem Diplom ab.
Aber die Arbeit als Physikerin war offenbar nicht ihr vorbestimmter Weg, denn sie begegnete hier der Anthroposophie. Sie beschäftigte sich, mit der für sie typischen Willenskraft, mit den geisteswissenschaftlichen Grundlagen der Anthroposophie und der von Rudolf Steiner entwickelten allgemeinen Menschenkunde.
Hier sah Renate Neubert eine neue Verantwortung. Sie wurde Waldorflehrerin, Klassenlehrerin und natürlich auch Physiklehrerin. Mit den Waldorfschulen in Wuppertal, Herne und Bochum Langendreer war sie eng verbunden. Auch nachdem sie die Schule in Neuenrade mitgegründet hatte, unterrichtete sie noch einige Jahre in Bochum das Fach Religion. Sie hatte das Bedürfnis, die neu gegründete Schule im Sauerland mit einer traditionellen Waldorfschule zu verbinden.
Bis zum Alter von 60 Jahren arbeitete sie zunächst am Gründungsstandort in Werdohl, später dann in Neuenrade. Bis zu ihrer Krankheit engagierte sie sich in allen Bereichen der Schule, zum 10-jähigen Bestehen der Schule hielt sie noch eine Ansprache beim Festakt im Rahmen des Sommerfestes.
Renate Neubert hatte in ihrem Leben den Mut viele neue Aufgaben zu ergreifen und ungewöhnliche Wege zu gehen. Jeden Lebensschritt hat sie erfolgreich durchwandert, nun hat sie auch die letzte Prüfung bestanden.

Frau Neubert lag das Wohl der Schule sehr am Herzen. Nach Rücksprache mit den Angehörigen wird daher statt Kränzen oder Blumen um eine Spende an den Förderverein der Schule unter IBAN: DE55458510200093038230 für die Gartengestaltung der Schule gebeten.

Unsere Herzen danken ihr und senden ihr gute Gedanken auf dem Weg in die Ewigkeit.

Beisetzung

Die Urnenbeisetzung von Renate Neubert findet am Donnerstag, den 25.07.2019 um 13:00 auf dem Friedhof in Bochum Langendreer, Stiftstr. 42 statt.

Jam

Fortbildungstag am 06.06.2019

Wir suchen Verstärkung

Die Freie Waldorfschule Neuenrade benötigt Verstärkung für die Schülerbetreuung und die Fächer: Eurythmie, Mathematik, Musik, Französisch und/oder Spanisch.